Medizinisches Hautzentrum

Dr. Sabine Schwarz

LEXIKON

Besenreiser - Venenprobleme

Schöne Beine haben Saison

In der kalten Jahreszeit kann man unter blickdichten Strümpfen seine Beine samt Besenreisern, Varizen oder Cellulite gut verstecken. Kaum weht jedoch das erste Frühlingslüftchen, ist Gefahr im Verzug. Hauchdünne Strümpfe oder vielleicht gar nur kurze Söckchen zeigen schonungslos was besser im Verborgenen geblieben wäre.

Die Aufgabe unserer Venen ist, das Blut aus sämtlichen Körperteilen zurück zum Herzen zu transportieren. Die Venenklappen sorgen dafür, dass das Blut nicht zurückfließen kann. Zusätzlich unterstützt unsere Muskulatur den Rücktransport des Blutes, indem sie die Venen zusammendrückt oder leert. Bei manchen Menschen schließen diese Klappen jedoch nicht richtig und das Blut staut sich in den Beinen. Als Folge davon werden die Gefäße gedehnt und Krampfadern entstehen. Diese sind nicht nur unattraktiv, sondern können auch unangenehme Beschwerden hervorrufen. Die Beine sind schwer, schmerzen oder jucken. Da auch die Sauerstoff-Aufnahme behindert wird, können Entzündungen bzw. schlecht heilende Geschwüre entstehen. Wer unter Krampfadern leidet, der klagt auch oft über Besenreiser, wie die dicht unter der Haut gelagerten dünnen Venen genannt werden. Diese Besenreiser sind zwar medizinisch ungefährlich, aber die meisten Menschen können und wollen sich nicht mit ihnen anfreunden. Mittlerweile kann man Venenprobleme fast als Volkskrankheit bezeichnen. Grund dafür ist u.a. die heutige Lebensweise. Langes Sitzen, Übergewicht oder zu wenig Bewegung gelten als Risikofaktoren. Aber auch Schwangerschaft oder erbliche Vorbelastung können verantwortlich für Venenprobleme sein.

Der Weg zu makellosen Beinen - Hilfe bei Besenreisern

Dr. Sabine Schwarz: Jeder Behandlung von Venenproblemen muss eine eingehende Untersuchung vorangehen. Erst dann können mögliche Therapien überlegt werden. Bei leichten Beschwerden reicht es manchmal Stützstrümpfe zu verordnen. Schwerere Fälle können erfolgreich mit der Verödungstherapie oder mit einer operativen Sanierung behandelt werden.

Die Verödungstherapie - auch Sklerosierung genannt - funktioniert mit Hilfe der Blutgerinnung. Dabei wird eine Lösung in die Vene eingebracht, die das Blut zum Gerinnen bringt, das anschließend vom Körper zersetzt wird. In Folge davon fällt die Gefäßwand in sich zusammen und verklebt. Die Schaumverödung ist hier die sanfteste Form der Therapie. Diese Behandlungen verlaufen ohne Komplikationen und sind so gut wie schmerzlos.

Ein weiteres Mittel der Wahl ist der Laser.
Dr. Sabine Schwarz: Beim Diodenlaser wird mit Wärme gearbeitet, die die Gefäße einfach verschließt. Besonders geeignet ist diese Behandlung für Besenreiser. Sind auch größere Varizen vorhanden, werden zumeist Kombinationstherapien angewendet. Etwa die Schaumverödung für die größeren und der Laser für die kleineren Gefäße. Nebenwirkungen gibt es so gut wie keine und Rötungen oder kleine Krüstchen sind spätestens nach einer Woche wieder verschwunden. Stützstrümpfe müssen höchsten 2-4 Tage getragen werden.

Couperose – ein kosmetisches Problem

Auch im Gesichts- oder Dekolletébereich können Besenreiser vorkommen. Dort werden sie Couperose oder Rosacea genannt. Nachdem die Gefäße hier besonders dünn sind, findet vor allem der Laser Anwendung. Mit 1-2 Behandlungen sind die lästigen Gefäße fast völlig verschwunden.

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